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Fische im Netz

Fischers Fritze

Käpt’n iglo ist in Rente, es lebe das Fischstäbchen!

Fischstäbchen aus dem Handel eilt mitunter der Ruf voraus, sie würden aus Fischabfällen hergestellt werden. So ist es aber nicht. Für Fischstäbchen wird heutzutage fangfrischer Fisch an Bord ausgenommen, die Filets werden zu großen Blöcken gepresst und tiefgefroren. Fischverarbeitende Betriebe zersägen die Blöcke dann zu Stäbchen, die anschließend paniert und vorgebacken werden.

Allerdings sind Panade und Backfett vielleicht nicht ganz „das Gelbe vom Ei“: Das Fischstäbchen muss nur zu mindestens 65 Prozent aus Fisch bestehen, den Rest „darf“ die Panade auffüllen. Beim Vorbacken in der Fabrik und beim Frittieren zu Hause, saugt sich die dann mit reichlich Öl voll. Gemäß einer Auswertung von Stiftung Warentest im Jahr 2008 decken fünf Fertigfischstäbchen rund 80 Prozent der Fettmenge, die Kinder bei einer Hauptmahlzeit höchstens essen sollten.

Warum also die Fischstäbchen nicht selbst machen? Wie das geht, wissen vermutlich die meisten. Das Rezept ist darum auch nicht der Aufhänger des Beitrags. Es geht vielmehr um einen Trick in der Zubereitung.

Panieren ohne „Sauerei“

Eine Hand hält eine Tüte mit Semmelmehl

Die große „Sauerei“ beim Panieren kann mit einem kleinen Trick umgangen werden: Dazu Mehl und Semmelbrösel in je einen Beutel geben (siehe Foto). Zwei bis drei Fischstücke können so durch Hin- und Herschütteln gleichmäßig und sauber paniert werden.

Als Beilage passt das von Kindern oft heißgeliebte Kartoffelpüree oder der Kartoffelstock mit Seeli, wie die Schweizer eher sagen. Bei Gemüsemuffeln lassen sich dort gut Möhren, Blumenkohl, Kohlrabi oder Sellerie verstecken. Das Gemüse wird zusammen mit den Kartoffeln gekocht, abgegossen, abgedämpft und gestampft. Nach dem Stampfer setze ich übrigens noch den Mixer ein. Auf kleinster Stufe wird die Masse nicht klebrig, sondern locker.

 

(Bild Fische: Skeeze, Pixabay, Lizenz: Creative Commons CC)

Infos

  • Aufwand: 00:20
  • Kochen: 00:20
  • Portionen: 2

Zutaten

  • 300 bis 400 g festes Fischfilet (zum Beispiel Kabeljau oder Seelachs)
  • 1 Ei
  • Semmelbrösel und Mehl
  • Pflanzenöl
  • 350 g mehligkochende Kartoffeln
  • 250 g Möhren (Rüebli)
  • 150 ml Milch
  • 15 g Butter für das Püree
  • Muskatnuss (frisch gerieben), Salz, Pfeffer

Zubereitung

  • 1Den Fisch säubern, portionieren und salzen. Ei verquirlen. Dann den Fisch in Mehl wenden (siehe Tütentrick) und abklopfen, mit einer Gabel durch das Ei ziehen und in der Tüte mit den Semmelbröseln panieren.
  • 2Die Kartoffeln und Möhren schälen, in grobe Stücke schneiden und in reichlich Salzwasser etwa 20 Minuten weich garen. Die Milch mit Muskat, Salz und Pfeffer erhitzen.
  • 3Die Fischstäbchen in heißem Pflanzenöl (oder Butterschmalz, je nach Geschmack) von beiden Seiten etwa sechs Minuten braten.
  • 4Kartoffeln und Möhren abgießen, auf der heißen Herdplatte kurz abdämpfen und anschließend stampfen. Heiße Milch und Butter in Stücken zugeben und gut unterrühren.

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